YouTube MySpace


They were Country, when Country wasn't cool...

Auch wenn die Mountaineers manchmal wie Newcomer erscheinen, die Band blickt bereits auf eine bewegte Vergangenheit zurück, die bis zum Anfang der achtziger Jahre zurückreicht. Einer Zeit, in der Country noch Country war. Einer Zeit, in der es in Deutschland nur eine kleine Anzahl ernstzunehmender Countrybands gab, weil seinerzeit noch handwerkliche Qualität zählte. Die Liebe zu dieser Musik entstand wie bei vielen West-Berliner Musikern aus dem permanenten Hören des AFN, Kontakten zu Mitgliedern der US-Streikräfte und den damals noch recht häufigen Konzerten amerikanischer Top-Countrystars.

Alle verdienten mehr oder weniger unabhängig voneinander ihre ersten Country-Sporen 1982 bei keinem geringeren als Mike Strauss (links) und seiner damaligen Band Country Company. Es war es nur noch eine Frage der Zeit, dass diese Youngsters zusammen arbeiten mussten. Alles passte einfach. Die Mountaineers waren geboren. Anfang der Achtziger gab es mit Abstand keine jüngere Countryband in Deutschland.
Es folgten vier Jahre und viele Gigs in den einschlägigen Berliner Locations: Angie's Saloon, Nashville 1&2, Starlight Grove Club, Silverwings, Joe's Schnapshaus, die diversen Ami- und Strassenfeste, Rodeos, etc. 1987 trennten sich die Mountaineers, warum auch immer. Bört und Kid stiegen später u.a. bei der Earthwood Family ein, Matty und Krazy Kris waren ebenfalls in diversen Bands oder Solo unterwegs.

Ständiger Kontakt zueinander und verschiedene Sessions brachten die Mountaineers im Jahr 2003 jedoch wieder zusammen. Gereift, aber immer noch frisch. Älter, aber immer noch gut in Schuss. An den Drums in diesem Jahrtausend: Carsten Chaos, langjähriger Petticoat-Trommler. Seit April 2005, mit dem Gewinn des 2. Countrymusic Förderpreises, ist als sechster Mann Thommy "Doc" Snyder, Berlins Nummer 1 Pedal Steeler, dabei. Im Herbst 2008 ging Kid Krause seinen eigenen musikalischen Weg und somit starteten die Mountz danach weiter zu fünft durch.
Ende 2009 zog es Bört (Bass/Vocal) nach Bayern und Kris (Git.) kümmerte sich nun aus Zeitgründen mehr um seine Musikschule in Potsdam. Die Musiker Kenneth McCarson und Florian Huber hatten dafür schon Ihre Pferde gesattelt und reiten nun gemeinsam mit den Mountaineers in die Zukunft.


A little bitty History:
Im Jahre 1982 gab es zwei voneinander unabhängige Paare, die sich, knapp dem Teenager-Alter entwachsen, der Countrymusic widmeten und bereits Ihre ersten Musiker-Gehversuche starteten: Kid Krause und Bört Förster, alte Schulkameraden, sowie Mount Matty und Krazy Kris, Cousins. Alle vier hingen in der lokalen Countryszene herum, spielten ihre Instrumente, kannten sich vom Sehen, wussten aber nichts voneinander.
Bis zu diesem historischen Tag, als Countrysänger Mike Strauss Bört und Kid wegen ausufender Jugendlichkeit aus seiner Band warf aber freundlicherweise den Kontakt zu den anderen Youngstern herstellte. Mike, die Welt dankt Dir dafür...

Der Name: Die frischgegründete Band hatte schon immer einen Hang zur Natur und zu den Bergen (kein Witz!). Um die Sache authentischer zu gestalten, nannte man sich ursprünglich "Ozark Mountain Boys". Diesen Namen legten wir aber schnell wieder ab, aufgrund der Ähnlichkeit zu den Daredevils, die wir in dieser Zeit erst kennenlernten. Hey, wir waren jung...
Obwohl wir bis in die späten Achtziger von Leuten wie der Earthwood Family stets "die Ozarks" gerufen wurden, entschieden wir uns für den Namen "Mountaineers" bzw. "Mountaineer Band"... je nach Stimmung. Die beiden Poster oben zeigen, wie schamlos wir damals das Layout der Bayreuther Maisel-Brauerei abkupferten.

Die Besatzung: Damals schon und nach wie vor mit Mount Matty (mit Schnauzer), Kid Krause (der erste mit Bandana), Krazy Kris Knievel (mit Öko-Halstuch) und Bört Förster (mit Johnny Paycheck-Hut). Am Schlagzeug sass Captain Kürck (mit dem Popper-Blouson) und die Bluesharp bediente Josh Behrendt (machte das Trucker-Cap weltberühmt).
Dies ist ein offizielles Bandfoto von 1983, kurz nach Gründung der Band.

Noch einmal Matty, Förster und Krause mit den unvermeidlichen Flanell-Hemden. Al Borland-mässig.

Kürck und Josh, ursprüngliche Mitglieder der Mounts.

Mount's fantastischer Schnauzer in Vollendung.
Zarte 17.

Der erste Proberaum der Mountaineers wurde auf Empfehlung der Earthwood Family im Boschweg zu Neukölln bezogen. Diese Jungs waren zu dieser Zeit echt gute Kumpels der Mounts und sie halfen uns mit technischem Equipment und im Bookingbereich mächtig über die Anfangsschwierigkeiten hinweg.

Bört spielte bereits seit einiger Zeit Pedal Steel Guitar und unterbrach deshalb seine Bassisten-Karriere, weil man dieses Instrument natürlich in der Band haben musste.

Den Bass zupfte nun ein gewisser Ronny, der selbstverständlich aus dem Dunstkreis von Earthwood stammte. Hier ganz rechts im Bild. Aber das ging nicht wirklich lange gut...

Der vermutlich einzige Gig mit Ronny am Bass und Bört an der Steel gegen Ende 1983. Anschliessend setzten wir wieder auf die fünf-Mann-Kombination und liessen die Steel Steel sein.

In dieser Besetzung ging es dann einige Jahre weiter. Dieses Bild entstand auf der Hochzeitsfeier von Seetha Earthwood und Angie von Angie's Saloon auf der Südweide-Ranch in Rudow. See you in Hillbilly Heaven, Angie.

Kris, Angie und Seetha

Aftershow-Party auf der Südweide: Lars, Drummer von Earthwood, Mount Matty, Hotte und Henry.

Mount und Behrendt.

Nach dem Proberaum-Umzug in den altehrwürdigen Flughafen Tempelhof (TCA) wurde Angie's Saloon fast zu einer zweiten Heimat für die Mounts. Einer Bar, die neben dem "Nashville" und einigen Ami-Locations zu den Top-Adressen für Countrymusic in den Achtzigern gehörte.

Noch ein Gruppenbild mit Dame: Kris, Matty, Krause, Angie, Behrendt, Kück, Förster.

Eine Mountaineers-Besonderheit mit Tradition: Das sogenannte "Naked"-Spielen. Hier akustisch im Wasserturm in Kreuzberg.

Die Mountaineers experimentierten eigentlich selten mit ihrer Besetzung. Eine Ausnahme: Carola Adam (rechts, halb verdeckt) als kurzzeitiger Mount. Ca. 1985.

Typischer Mountaineers Gig-Aufbruch im TCA. Alle Opels voll bis zum Rand.

Wir probten nicht nur im Flughafen und machten unsere Bandfotos dort... nein, wir hatten da auch Gigs. Hier beim jährlichen "Open House".

Im Jahr darauf an gleicher Stelle. Frische Hüte, bereitgestellt von den Besatzern.

Die US-Streikräfte waren sowieso mehr oder weniger Hauptauftraggeber der Mountaineers. Dieses Bild entstand beim "Global V Volksmarch" 1985.

1987 hiess es erst einmal: kurze 17-jährige Pause für die Mountaineers.