30 Jahre und kein bissl leise...
Die offizielle Fan-Party steigt am 15. Juni im American
Western Saloon
Bedford Blitz, Spitfire, Manta, Rekord, Kadett ….
Was sich 2013 wie angestaubte Comic-Helden von Marvel
anhört, waren im Jahre 1983 die angesagten
ersten Fortbewegungsmittel der Ozark Mountain Boys,
der Mountaineer Band und schließlich der MOUNTAINEERS.
Man(n)
schaute dienstags „Dallas“, tippte auf
einem „C 64“ und trug stolz den ersten
Oberlippenbart.
„Hot Acts“ wie die Charlie Daniels Band,
Cash, Waylon, Willie oder Joe Sun kamen dank zahlreicher
in West-Berlin lebender GIs noch nach Berlin.
Wir gingen aufs Amerikanische Volksfest in Zehlendorf
(es gab nur das Eine für uns!), aßen
Hamburger und tranken uns mit „Michelob“
den ersten Rausch an, um dann anschließend
noch bei „Western Union“ im Bierzelt
mit den GI`s auf dem Biertisch tanzend weiter zu
feiern; am nächsten Tag dann zur Earthwood
Family in Joes Schnapshaus am Halensee, zu den „Country
Squires“ oder der „Bobby Grass Band“
in die Eierschale!
Wir
saugten musikalisch förmlich alles auf, was
Berlin damals in Sachen Country-Music bot.
Wenn das nicht ausreichte, fuhren wir nach Bischofsgrün
/Fichtelgebirge. In den langen Schlangen am Grenzübergang
Dreilinden (Gänsefleisch mal bitte den …)
verkürzten wir uns die Zeit mit Alabama und
Co. aus dem Kassettendeck. Orig. Ton Sommer `83
Bört: „Verdammt! Schon wieder Bandsalat
bei „Mountain Music“.
Im Fichtelgebirge wandern (Hallo? Wir sind Mountaineers!)
und abends mit unseren Freunden von der Abhörstation
vom Ochsenkopf das ein oder andere Weizen trinken.
Das machte uns Spaß!
Die Jungs kamen überwiegend aus Texas, Tennessee
und Alabama. Dreimal dürft Ihr raten, was hier
abends für Musik lief?
Unsere
Lehrzeiten und Jobs waren hart, aber wir hatten
uns und unsere Musik, die amerikanischen Streitkräfte
mittlerweile gute Arbeitgeber (Tempelhof „Tag
der offenen Tür“ und andere Veranstaltungen).
Es war einfach nur eine schöne Zeit, die wir
in keiner Sekunde bereuen!
Klar
hat jeder mal Flausen im Kopf. Mädels waren
am Start und trotzdem fanden wir durch unsere Musik
immer wieder zusammen. Auch andere Projekte mit
anderen Musikern entstanden, wie z. B. V8 (ZZ Top
Cover) oder auch deutsche Liedermacher wurden unterstützt.
Sogar Gunter Gabriel wurde in diversen Kaufhäusern
von einigen Mountaineers musikalisch begleitet.
„Gereift,
aber immer noch frisch“ so stehen die MOUNTAINEERS
nun schon seit drei Jahrzehnten auf diversen Bühnen,
wo gute Country-Music gewünscht wird.
Das Country- Music gewollt leider von den meisten
deutschen Medien ignoriert wird und dafür lieber
Jungs in weißen Unterhemden mit Cowboy Hut
umjubelt werden, die so richtig gar nichts mit dieser
Musik zu tun haben, daran haben wir uns mittlerweile
gewöhnt.
Das Country-Music in Deutschland aber auch mehr
ist, als ein billiger Sampler mit Tom Astor und
Gudrun Lange von der Autobahn Tankstelle, davon
würden wir Euch gerne weiter in den nächsten
30 Jahren „Live“ überzeugen.
Unser spezieller Dank der letzten 30 Jahre geht
an alle ehemaligen Mitmusiker, Familienmitglieder,
Freunde, Fans und die zahlreichen Veranstalter (besonders
dem Berliner American Western Saloon) die an uns
glauben und uns unterstützen.

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